Du liebst deinen Hund, aber Spaziergänge sind oft ein Kampf.
Mit Hochsensibilität, ADHS oder Autismus können sich stressige Begegnungen mit anderen Hunden, Autos oder Radfahrern besonders intensiv anfühlen.
Ich zeige neurodivergenten Frauen, wie sie gemeinsam mit ihrem Hund entspannt und mit Freude spazieren gehen – ohne sich verbiegen zu müssen.
Kennst du das?
Du machst dir Sorgen, bevor du überhaupt die Tür öffnest
Du schämst dich
für das, was dein
Hund macht
Du weichst aus,
wo du kannst
Jeder Spaziergang fühlt sich wie eine Mutprobe an. Was kommt heute? Welcher Hund, welcher Radfahrer, welche Reaktion?
Er geht aggressiv in die Leine und du spürst die urteilenden Blicke. Und das Gefühl: ich krieg das einfach nicht hin.
Andere Routen, andere Uhrzeiten, extra mit dem Auto woanders hinfahren. Nur damit es heute kein Drama gibt.
Die Trainings, die du bisher ausprobiert hast, haben nichts bewirkt. Und sie haben sich auch nicht stimmig angefühlt.
Zu hart, zu mechanisch, zu wenig Herz. Kein Wunder, denn als neurodivergente Frau tickst du anders. Du willst keine Kontrolle über deinen Hund. Du willst echte Verbindung. Und eine Methode, die sich für dich richtig anfühlt.
So ging es mir auch:
Julia Zwinz Hundedolmetscherin
Psychosoziale Beraterin
Theon war mein erster Hund. Ich dachte, ich war gut vorbereitet. Doch dann begann er nach mir zu schnappen, andere Hunde u attackieren, Jogger zu jagen.
Das war mein Weckruf. Ich habe angefangen, mich wirklich mit Hunden auseinanderzusetzen. Und irgendwann gemerkt: es liegt nicht nur am Hund. Es hatte auch mit mir zu tun, warum Theon so stark reagierte.
Seit 2019 weiß ich, dass ich hochsensibel bin. Mittlerweile erkenne ich auch ADHS und Autismus-Anteile an mir. Ich habe keine Diagnose, aber was sicher ist: Mein Gehirn funktioniert anders. Und deshalb kann ich mit den üblichen Methoden nichts anfangen.
Denn in den meisten Fällen liegt es nicht am Hund. Sondern an fehlendem Verständnis über Hunde und über sich selbst. Und an unverständlicher Kommunikation. Wenn man das erkennt und verändert, dann ändert sich auch das Verhalten des Hundes. Und das gesamte eigene Leben. Genauso war es bei Theon und mir.
